Nachhaltigkeit
Es ist mein Lebensprinzip, meinen ökologischen Fussabdruck möglichst klein zu halten. Ich vermeide Abfall, rezykliere möglichst alles was trotzdem an Abfall anfällt, kaufe lieber Second-Hand-Artikel, fahre nicht unnötig mit Benzinfahrzeugen herum und bin sparsam im Energieverbrauch. Als Eigentümer dieses wunderschönen Stück Landes folge ich gern den Vorschriften des französischen Staates und erhöhe die Energieeffizienz des Hauses wie ich auch die Abwasserbehandlung mindestens aufs Niveau der aktuellen Normen bringen werde.
Garten:
Ich habe einen grossen Garten mit Gewächshaus angelegt. Der Boden wird schonend behandelt. Als Dünger gibt es lokalen Kuh- und Pferdemist und Kompost. Diese eigene Permakultur vermeidet Transporte und garantiert die organischen Kreisläufe und die sorgsame Nutzung von Wasser (Regenwasser und eigenes Grundwasser). Gemüse aus dem eigenen Garten kommt reif und frisch auf den Tisch, den ich gerne mit meinen Gästen teile.
Im Weiher leben Karpfen, Barsche und Enten, die den Gästetisch mit Fisch, Eiern und Fleisch bereichern.
Energie
Im Juni machten wir die Geothermiebohrung und die Installation einer Wärempumpe wurde im September 2025 abgeschlossen. Danach kam die alte Ölheizung ins Alteisen. Ergänzend heize ich das Haus mit Holz vom eigenen Grundstück.
Auch Solarstrom wird demnächst installiert. Dafür habe ich einen kleinen Hangar aus Holz aufstellen lassen: Das Dach ist für die Photovoltaik-Panels, darunter können Fahrzeuge abgestellt und Materialien gelagert werden, z.B. das eigene Heu.
Abwasser
In der sehr dünn besiedelten Gegend ist es zu teuer, eine flächendeckende Infrastruktur von Kanalisation und Kläranlagen zu installieren. Je nach Alter und Art der Installation werden die Siedlungsabwässer mehr oder weniger geklärt in den Untergrund geleitet.
Ich baue jetzt ein Pflanzenklärbecken („phytoépuration“). Da werden die Feststoffe kompostiert, im Kiesbett des Beckens finden weitere bakterielle Prozesse statt und das Schilf baut die Nährstoffe ab. Das System funktioniert fast ohne Unterhalt: Einmal im Jahr muss ich das Schilf mähen und alle 10 Jahre Kompost abtragen. Es ist die ökologischste der nach aktuellem Recht verfügbaren individuellen Lösungen.
Blue Community
Sauberes Wasser ist in unser aller Verantwortung. Damit ist es auch Aufgabe des Staates, allen denselben Zugang zu Wasser zu ermöglichen. Ich setze mich gegen jede Privatisierung von Trinkwasser ein. Deshalb und wegen meines Engagements für die optimale Abwasserreinigung hat mich die Blue-Community-Bewegung als Mitglied aufgenommen. Damit habe ich die Ehre, nach der Stadt Paris in Frankreich die zweite Blue-Community-Organisation zu sein! Siehe https://blue-community.net/
